Der Olivenbaum (Olea europaea) gehört zu der Gattung der Ölbäume (Olea). Seit dem 4. Jahrtausend vor Christus wird
er als Nutzpflanze verwendet. Der wilde Olivenbaum kommt im Mittelmeergebiet, Nahen Osten und in Südafrika vor.
Der Olivenbaum wird bis zu 20 Meter hoch. Der Stamm wird mit zunehmendem Alter knorriger.
Die weit auslaufenden Wurzeln des Olivenbaums reichen tief in den Boden, dadurch kommen sie an das notwendige
Wasser. Der Olivenbaum wächst langsam, er kann auch mehrere hundert Jahre alt werden.
Der Olivenbaum ist immergrün, alte Blätter werden unabhängig von der Jahreszeit abgeworfen.
Die kleinen, ledrigen Laubblätter sind oben graugrün und an der Unterseite silbrig glänzend. Olivenbäume blühen
von Ende April bis Anfang Juni. Einige Sorten sind selbstbefruchtend. Aus der Blüte entwickelt sich eine Kernfrucht:
die Olive.
Der Olivenbaum ist eine sehr genügsame Pflanze. Er kommt mit Hitze, Trockenheit und steinigen
Böden zurecht. Im Mittelmeerraum gibt es über 1.000 Sorten von Olivenbäumen.
In allen Gebieten um das Mittelmeer und zum Teil auch um das Schwarze Meer wird er angebaut. Ebenso in
den entsprechenden Klimaten Nord- und Südamerikas sowie in Australien, Südafrika und Japan.
Nicht nur die Olive wird genutzt, auch das Holz des Baumes wird verwendet. So zum Beipiel im Blasinstrumentenbau
für Blockflöten.
Olivenbaumpflanzungen nehmen auf der Welt 8,6 Millionen Hektar an Fläche ein, auf denen jährlich 17,3 Millionen
Tonnen Oliven geerntet werden. Spanien ist der größte Olivenproduzent.
60 Prozent der weltweit ca. 750 Millionen Olivenbäume stehen in der Europäischen Union.